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Honigbienen ernähren sich, wie auch alle anderen Bienenarten, rein vegetarisch. Hierzu fliegen die schon etwas älteren Arbeiterinnen des
Bienenstocks aus und sammeln Nektar und Pollen an Blütenpflanzen. Der Nektar wird im Honigmagen und der Pollen in den sogenannten Körbchen,
einer speziellen Vorrichtung an den Hinterbeinen, heimgebracht und direkt im Brutnest an jüngere Arbeiterinnen zur Ernährung der Brut verteilt.
Entsteht hierbei ein Überschuss – der Imker spricht dann von einer Tracht – so wird der Pollen als Eiweißquelle neben und der Nektar über dem
Brutnest in Wabenzellen eingelagert. Der Nektar wird dabei durch Wasserentzug eingedickt, wodurch er haltbar wird. Es entsteht schließlich eine
sirupartige Zuckerlösung, der Honig.
In Europa sind Honigbienen die wichtigsten Bestäuber von Blütenpflanzen. Rund 80 % aller Pflanzenarten sind auf eine Fremdbestäubung angewiesen. Davon
können wiederum ca. 80 % potentiell durch Honigbienen bestäubt werden. Vor allem aufgrund ihrer Bestäubungsleistung sind Honigbienen Nutztiere:
Bienenstaaten können zur Bestäubung gemietet und paßgenau in Plantagenumgebungen platziert werden.
Zur Verständigung bedienen sich die Bienen unter anderem des so genannten Schwänzeltanzes. Hierbei werden hauptsächlich neue Trachtquellen (Futter-
quellen) mitgeteilt. Es gibt den »Ringtanz«
zum Anzeigen von Futterquellen in der Nähe,
den »Schütteltanz« zur Anregung der Nicht-
sammelbienen, auch Sammelbienen zu werden,
und den »Zittertanz« zur Aufforderung, als
Nektarabnehmerin zu fungieren.
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Meli Malisiova
Imkerei | Landwirtschaft
